Presse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anzeiger von Uster vom Freitag, 18. Juni 2004

 

 

Mit Pauken und Trompeten in Budapest

Das Militärspiel Uster unternahm eine fünftägige Reise in die ungarische Hauptstadt

avu. Die 59-köpfige Reisegesellschaft des Militärspiels Uster hatte auf dem Flughafen Kloten besonders viel Gepäck dabei. Die nicht weniger als 37 Musikinstrumente — 5 Trommeln, 1 Pauke, 3 Bässe, 3 Posaunen, 5 Hörner usw. — wurden in einen separaten Gontainer verladen. Nach rund einer Stunde Flugdauer konnten die Instrumente in Budapest heil in Empfang genommen werden.

Bereits am ersten Abend konnten die Schönheiten der ungarischen Hauptstadt vom Wasser aus bestaunt werden. Bei einer romantischen Schiffahrt, begleitet von Folklore-Musik und einem feinen Essen, erschienen die imposanten Gebäude am Ufer, wie etwa der Regierungssitz oder die markante Kettenbrücke, in voller Beleuchtung.

Um sich mit der neuen Umgebung etwas vertraut zu machen, begann der zweite Reisetag mit einer dreistündigen Stadtrundfahrt. Via Parlamentsgebäude und Margarethenbrücke ging es ins idyllische Burgviertel mit seiner berühmten Fischerbastei, von der man einen herrlichen Ausblick über die Stadt hat. Die einheimischen Reiseführer zeigten viele weitere Sehenswürdigkeiten und fesselten mit interessanten Erklärungen über Budapest und die Geschichte Ungarns.

Verzögerung durch Bombe aus Zweitem Weltkrieg

Das Burgviertel war dann auch der Ort des ersten Platzkonzertes. Es begann allerdings mit Hindernissen, weil der zweite Bus nicht rechtzeitig beim Hotel erschien. Nach einigen Anrufen der Reiseleitung konnte der Grund dafür in Erfahrung gebracht werden. Bei Umbauarbeiten des Carparkplatzes war eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden, worauf die Gegend weiträumig abgesperrt worden war. Man beschloss daher, nur mit einem Gar, wie in eine Sardinenbüchse gequetscht, zum Konzert ins Burgviertel zu fahren.

Beim zweiten Konzert am nächsten Vormittag auf dem Vörösmarty-Platz in der Innenstadt klappte alles bestens. Die Konzerte begannen jeweils mit dem Aufmarsch der Tambouren und dem Fähnrich in Formation aus einer Seitengasse und dann quer über den Platz zum bereitstehenden Spiel, wo sie bereits von einer grossen Zuhörerschar erwartet wurden. Traditionelle Marschmusik, modernere Rhythmen, dazwischen Sofostücke von verschiedenen Bläsern und perfekte Vorträge der Tambouren begeisterten das Publikum, das die Darbietungen denn auch mit tosendem Applaus verdankte.

Hochzeiten am Laufband

Am Nachmittag führte die Reise mit dem Gar zuerst ins malerische Städtchen Keschkemet. Auch viele ungarische Brautpaare fühlten sich von diesem romantischen Ort angezogen — aus Sicht der Ustermer zuviele... Die Heiratswilligen mussten regelrecht Schlange stehen, bevor sie im Rathaus getraut wurden. Damit auch die Finanzen gegenüber dem Staat sofort erledigt werden konnten, stand in der Eingangshalle des wunderschönen Amtshauses unübersehbar ein Bankomat. Die kirchliche Zeremonie wurde dann im Halbstundentakt in einer der drei Kirchen am Ort erledigt.

Belustigt von dieser Massenabfertigung, fuhren die Ustermer weiter in die Puszta zu einem Gehöft mit Kutschenfahrt, Reitvorführungen vom Feinsten, vielen hausgemachten ungarischen Spezialitäten und Zigeunermusik.

Im Tal der Schönen Frauen

Der folgende Tag war für einen Tagesausflug in die Barockstadt Eger reserviert. Wieder wurde beim Stadtrundgang mit Besichtigung der Burg, der Basilika usw. viel Interessantes vermittelt. Im Tal der Schönen Frauen wurde das Mittagessen in einem der typischen Felsenweinkeller serviert. Speziell schöne Frauen — ausser natürlich die eigenen — konnten zwar nicht ausgemacht werden; dafür wurde in einem äusserst schwierigen Ritual der Weinkönig erkoren. Den Ausklang dieses Tages erlebten die einen bei einem gemütlichen Mahl in der Nähe des Hotels, andere in der Altstadt. Am nächsten Tag war dann auch schon wieder das Ende einer weiteren eindrücklichen Reise des Militärspiels gekommen.

 

 Avu (PDF)

 

Konzert auf dem Vörösmarty-Platz

 

 

 [zurück]